Laufen in Vellmar

Ungewollte Laufpausen

Ungwollte Laufpausen - wenn der Körper eine Pause braucht

Ich hatte immer viel Glück und konnte meine Laufstrecken ohne körperliche Einschränkungen absolvieren. Doch wie es im Leben so ist, bleibt das nicht ewig so – irgendwann zeigt sich das Alter.

Egal, wie sehr man auf sich achtet, irgendwann kommen die ersten kleinen Verschleißerscheinungen oder Verletzungen, die einen zwingen, Laufpausen einzulegen. Mich hat es bisher dreimal getroffen. In solchen Momenten ist es besonders wichtig, auf den eigenen Körper zu hören und nicht gegen ihn zu arbeiten. Das ist auch meine klare Empfehlung an alle Läufer: Niemals über Schmerzen hinwegtrainieren oder zu früh wieder einsteigen – so schwer es auch fällt. Der Körper braucht Zeit, um sich zu regenerieren. Wer das ignoriert, riskiert langfristige Probleme.

Das Iliosakralgelenk – Eine schmerzhafte Erfahrung

Die schlimmste Erfahrung, die ich bislang machen musste, war eine Blockade im Iliosakralgelenk (ISG). Es begann harmlos mit leichten Beschwerden, entwickelte sich aber innerhalb kürzester Zeit zu einem so starken Schmerz, dass ich in die Notaufnahme musste. Selbst ein Schmerzmittel-Tropf brachte keine Linderung.

Eine anschließende Physiotherapie half mir zwar etwas, aber ein ständiger, belastender Schmerz blieb. Ich konnte nicht richtig sitzen, nicht stehen und kaum gehen. Jeder Schritt war unangenehm, und an Laufen war gar nicht zu denken.

Letztlich war es eine unbedachte Bewegung, die die Wende brachte: Beim Anheben eines schweren Kartons verdrehte ich mich leicht – ein lauter Knall, ein heftiger Schmerz, doch zwei Tage später war ich völlig schmerzfrei. Eine unfassbare Erleichterung! Was kein Arzt oder Physiotherapeut geschafft hatte, erledigte eine unachtsame Bewegung.

Nach drei Monaten Laufpause wagte ich zwei Wochen später die ersten vorsichtigen Laufversuche. Anfangs war ich skeptisch, aber es funktionierte. Heute macht mir das ISG keinerlei Probleme mehr – eine Erfahrung, die mir jedoch viel über meinen Körper und dessen Grenzen gelehrt hat.

Meniskusriss – Eine Herausforderung für das Knie

Eine weitere ungewollte Laufpause wurde durch meinen Meniskus verursacht. Irgendwann bemerkte ich, dass ich beim Bergablaufen zunehmend Schmerzen bekam. Zunächst ignorierte ich es, doch als die Beschwerden nicht verschwanden, ließ ich es untersuchen. Das Ergebnis: Ein angerissener Meniskus. Eine Hiobsbotschaft für einen Läufer.

Da der Riss nicht mehr zusammenwachsen würde, bedeutete das zwangsläufig eine Laufpause. Ich musste mich gedulden, doch glücklicherweise gewöhnte sich mein Knie nach einiger Zeit an die Situation. Die Schmerzen ließen nach, und ich konnte nach einigen Wochen wieder mit dem Laufen beginnen.

Um mein Knie zusätzlich zu stabilisieren, trage ich heute beim Laufen eine Manschette. Sie gibt mir ein besseres Gefühl und hilft, die Belastung zu reduzieren. Zum Glück habe ich seither keine nennenswerten Probleme mehr mit dem Meniskus, aber das Knie bleibt eine meiner Schwachstellen, die ich genau im Auge behalte.

Probleme mit der Achillessehne – Ein Warnsignal des Körpers

Mein bisher letztes ernsthaftes Problem hatte ich mit der Achillessehne. Nach einigen Kilometern begann sie plötzlich zu schmerzen, zunächst nur leicht, doch der Schmerz wurde mit der Zeit stärker. Auch hier blieb mir nichts anderes übrig als eine Laufpause einzulegen.

Nach ein paar Wochen Pause waren die Beschwerden zwar etwas besser, aber nicht vollständig verschwunden. Erst ein Wechsel meiner Laufschuhe brachte die entscheidende Besserung. Die alten Schuhe hatten offenbar nicht mehr genug Dämpfung, was die Achillessehne zusätzlich belastete.

Seitdem achte ich noch stärker auf mein Schuhwerk und laufe keine Wettkämpfe oder extrem langen Distanzen mehr. Die Achillessehne ist nach wie vor ein Bereich, den ich genau beobachte. Ich dehne regelmäßig und höre auf meinen Körper – sollte sich wieder ein Schmerz ankündigen, werde ich sofort reagieren.

Fazit – Das Altern und die Herausforderung des Laufens

Es bleibt spannend, wie mein Körper mit zunehmendem Alter auf das Laufen reagiert. Ich bin kein Extremläufer, laufe keine Hunderte Kilometer im Monat und bin meist in einem moderaten Tempo unterwegs. Dennoch merke ich, dass das Alter eine Rolle spielt und sich gewisse Beschwerden nicht immer vermeiden lassen.

Manche Läufer haben schon in jungen Jahren körperliche Probleme, während andere noch mit über 80 Jahren ihre Laufrunden drehen – eine Tatsache, die mich immer wieder fasziniert und beeindruckt.

Mein wichtigster Rat an alle Läufer: Hört auf euren Körper! Es ist besser, eine Pause einzulegen, als sich durch eine Verletzung oder Überlastung langfristig aus dem Sport zu katapultieren. Laufpausen sind frustrierend, aber manchmal notwendig. Und meistens kommt man gestärkt aus ihnen zurück – mit neuen Erkenntnissen über den eigenen Körper und einer noch größeren Freude am Laufen.

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